Brainstorming
Die wohl bekannteste intuitive Kreativitätstechnik ist das Brainstorming.
Brainstorming ist zur Lösung nahezu aller Probleme geeignet, am besten jedoch zur Lösung von Suchproblemen,
die nicht zu komplex sind und sich eindeutig beschreiben lassen.
Die vier grundlegenden Erfolgsfaktoren eines guten Brainstormings sind:
- keine Kritik: Zu Beginn geht es ausschließlich um eine erfolgreiche, quantitative
Ideenproduktion - Kritik und Wertung finden erst später statt. Wichtig ist,
dass der Ideenfluss nicht unterbrochen wird.
- Quantität vor Qualität: Es kommt nicht so stark auf die Qualität, sondern vielmehr auf
die Quantität der Ideen an. Denn je mehr Vorschläge entstehen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit,
dass ein Blockbuster dabei ist.
- Freier Lauf der Assoziation:
Je ungezwungener die Ideen im freien Gedankenspiel kommen, desto besser. Wichtig ist, dass vermeintliche Experten auch die Anregungen von Laien akzeptieren.
- Aufgreifen und Weiterentwickeln der Ideen Dritter:
Beim Brainstorming ist das Aufgreifen und Weiterentwickeln der Ideen anderer unbedingt erwünscht. Multiplikatoreffekt hat dabei das "Trittbrettfahren", also das Aufspringen auf die Ideen anderer.
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Checkliste der Vorbereitungsphase:
- rechtzeitige Bekanntgabe von Datum, Ort und Zeit
- 5-10 Teilnehmer - mit möglichst unterschiedlichen Erfahrungen, Kenntnissen, d.h. aus verschiedenen Bereichen und Hierarchieebenen des Betriebes
- ruhiger Sitzungsraum
- Bereitstellung von Präsentations- und Arbeitsmaterial
- Bestimmung eines Moderators
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Haben sich alle Teilnehmer eingefunden, gilt es, für eine entspannte und ungezwungene Atmosphäre zu sorgen und eine kleine Vorstellung des Problems vorzunehmen. Die Ideensammlung an sich, sollte die 30-Minuten-Marke nicht überschreiten, da danach kaum mehr mit neuen Ideen zu rechnen ist. Die wichtigste Rolle während des Brainstorming nimmt der Moderator ein. Dieser sollte zwar im Hintergrund des Geschehens bleiben, andererseits aber die Gedanken, Ideen und Einfälle der Teilnehmer zu einem feinmaschigen Assoziationsetz verknüpfen und für alle gut sichtbar positionieren. Zudem kann er bei nachlassendem Ideenfluss Impulse geben und Spannungen und Disharmonien ausgleichen.
Die Auswertung der Ideen findet im Anschluss durch ein Projektteam oder eine einzelne Person statt. Zur Auswertung können die Vorschläge z.B. in folgende Kategorien eingeteilt werden:
- unmittelbar verwendbare Ideen
- Ideen, die zu einer Lösung entwickelt werden können
- unbrauchbare Ideen
Als vorteilhaft kann es sich erweisen, den Sitzungsteilnehmern ein Sitzungsprotokoll am darauf folgenden Tag zu überreichen - denn über Nacht finden sich des Öfteren noch brauchbare Ideen, die dann nachträglich eingebracht werden können.
Die Ideenrealisierung bildet dann abschließend den letzten Schritt des Brainstorming.
Achten Sie auf folgende Stolpersteine:
- Fachdiskussionen verschrecken Laien. Doch gerade Laien haben oft außergewöhnliche Ideen
- beim ersten Totpunkt muss der Moderator den Ideenfluss am Leben halten
- zu lange Monologe einzelner Teilnehmer verhindern schnelles Assoziiieren
Vorteile des Brainstormings
Zu den Vorteilen des Brainstorming gehören die folgenden Punkte:
- geringe Kosten, kurzfristig durchführbar
- große Lösungsvielfalt
- verbessert die Arbeitsatmosphäre
- sinnvolles Kommunikationstraining, wirkt motivierend
- Kombination des Wissens mehrerer Personen
Nachteile des Brainstormings
Die Nachteile des Brainstorming hingegen sind:
- Teilnehmer können sich zur Äußerung von Ideen und Utopien gezwungen fühlen
es werden kaum außergewöhnliche Lösungsansätze gefunden, einige Teilnehmer driften in übersteigerte Fantasie ab
- Dominanz einzelner Teilnehmer kann zu Spannungen führen
- die anschließende Ideenselektion kann sehr aufwendig sein
Brainstorming und andere Kreativitätstechniken gehören zum täglichen Handwerkszeug erfolgreicher und karrierebewusster Mitarbeiter. Daher sollten Sie jede Chance wahrnehmen, solche Techniken zu erlernen oder gar zu perfektionieren, um Ihrer Karriere den nötigen Extra-Schub zu geben.
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