Deutschlands Top-Arbeitgeber
Automobilbranche nach wie vor an der Spitze
In der September-Printausgabe 2008 des manager magazin ist ein Artikel erschienen, der sich ausführlich mit den beliebtesten Arbeitgebern Deutschlands beschäftigt. Dabei wurden rund 18.000 Studenten der Fächergruppen Wirtschaft und Ingenieurwesen von 108 Universitäten nach ihrem Wunscharbeitgeber gefragt. Die Ergebnisse waren nicht überraschend:
Nach wie vor ungebrochen ist das Interesse der Bewerber für die deutsche Automobilindustrie. Wie auch in den letzten Jahren konnten sich die deutschen Autohersteller Porsche, Audi und BMW so die vordersten Plätze sichern.
Die Bewerber schätzen an diesen Firmen die Präsenz auf weltweiten Absatzmärkten und damit die Möglichkeit, im Ausland zu arbeiten. Neben dem traditionell hohen Absatz in den Vereinigten Staaten stieg auch im ostasiatischen und osteuropäischen Raum die Nachfrage nach deutscher Spitzenqualität während der letzten Jahre deutlich. Die umfangreichen Angebote zur Weiterbildung und die tendenziell hohen Einstiegsgehälter tragen zudem zur Attraktivität der Automobilbranche als Arbeitgeber bei.
Unternehmensberatungen beliebt bei Allroundern
Die Studie ergab zudem, dass die beiden Unternehmensberatungen McKinsey und die BCG weiterhin begabte Hochschulabsolventen magisch anziehen. So genannte generelle High-Potentials, die neben hervorragenden universitären Leistungen auch Praxis- und Auslandserfahrung mitbringen, wollen in die Beratungsbranche. Und dies trotz der überdurchschnittlich hohen Wochenarbeitszeit.
Die Unternehmensberatungen setzen vor allem auf eine ausgezeichnete Strategie im Bereich des Employer Branding. Employer Branding schafft eine Arbeitgebermarke, die durch ihre speziellen Eigenschaften die Aufmerksamkeit einer bestimmten Zielgruppe auf sich zieht. Geschickt werden dabei die negativen Aspekte, wie zum Beispiel die langen Arbeitszeiten umformuliert in besondere Herausforderungen, denen nur die Besten der Besten gewachsen sind. Dass diese Strategie aufgeht, zeigen die hohen Ränge der Wunscharbeitgeber für High Potentials.
Ergebnisse auf breiter Basis
Nahezu dieselben Ergebnisse ergab eine Umfrage der Karriere & Zukunft, die in der Novemberausgabe der Financial Times Deutschland erschienen ist. 15000 Studenten aller Fachrichtungen von 86 Universitäten und Hochschulen konnten hier Angaben über Karriereerwartungen, berufliche Ziele und Wunscharbeitgeber machen.
Wieder sicherten sich bei den Wirtschaftswissenschaftlern und den zukünftigen Ingenieuren die großen Automobilkonzerne Porsche, BMW und Audi mit die vordersten Ränge, während bei den Informatikern Google, SAP und IBM hoch im Kurs stehen.
Auffällig und richtungsweisend für die kommende Generation der Absolventen sind die hohen Ansprüche an den Arbeitgeber. Statt nur auf monetäre Anreize zu achten ist den Akademikern zunehmend ein ausgewogenes Verhältnis von Beruf und Freizeit ebenso wichtig wie Entwicklungsmöglichkeiten und die Übernahme verantwortungsvoller Aufgaben.
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