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Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch

Erhalten Sie eine Einladung zum Vorstellungsgespräch, so haben Sie die erste Phase Ihrer Bewerbung erfolgreich gemeistert und sind in der engeren Personenauswahl. Mit einem Vorstellungsgespräch bekommen Sie die Möglichkeit, Ihre guten Bewerbungsunterlagen durch einen persönlichen Auftritt zu ergänzen. Damit dies auch gelingt ist eine intensive Vorbereitung auf das Gespräch notwendig.

Selbstanalyse - Machen Sie sich erneut mit Ihrem Berufswunsch vertraut

Nun kann es sein, dass Ihre Bewerbung schon einige Tage/Wochen zurückliegt oder Sie sich auch bei anderen Unternehmen beworben haben. Daher ist es wichtig, dass Sie sich auf das Unternehmen konzentrieren, zu dem Sie zum Vorstellungsgespräch eingeladen wurden.

Vergegenwärtigen Sie sich noch einmal, warum Sie bei dem Unternehmen arbeiten möchten, welche Ziele Sie mit der Arbeit verfolgen und inwieweit das Unternehmen Sie bei Ihrer beruflichen Zukunftsplanung unterstützen kann. Ihre Antworten sollten mit den Anforderungen der Stellenausschreibung sowie den Informationen über das Unternehmen übereinstimmen und nachvollziehbar sein. Die Analyse ermöglicht Ihnen, auf entsprechende Fragen im Gespräch ohne Zögern zu antworten und damit den Personalverantwortlichen glaubhaft zu überzeugen.

Informationen zum Unternehmen - Zeigen Sie Engagement

Um für jegliche Fragen rund um das Unternehmen, dessen Produkte und die Branche gewappnet zu sein, sollten Sie Ihre Informationen aus unterschiedlichen Quellen beziehen. Dies können die Unternehmenshomepage mit der Stellenanzeige, Fachzeitschriften und Magazine, aber auch Bekannte sein, die entweder im Unternehmen arbeiten oder anderweitige Geschäftsbeziehen zum Unternehmen unterhalten. Quartalsberichte oder Nachrichten auf diversen News-Suchmaschinen, wie bsp. www.paperball.de oder http://news.google.de/, bieten eine breite Informationsübersicht. Allerdings sollten Sie Ihre gesammelten Informationen gut strukturieren, um nicht den Überblick zu verlieren. Die Gliederung und Aufarbeitung ergeben oftmals offene Fragen, die Sie sich in jeden Fall notieren und zum Gespräch mitnehmen sollten (Lesen Sie dazu auch: Fragen an den Arbeitgeber). So zeigen Sie, dass Sie sich intensiv mit dem Unternehmensumfeld beschäftigt haben und motiviert sind.

Informationen, die Sie sofort abrufbar im Kopf haben sollten sind:

  • Name des Geschäftsführers/der Geschäftsführer, des Personalverantwortlichen, evetuell auch den Namen des zukünftigen Vorgesetzten etc.
  • Unternehmensform, -größe, -struktur, -entwicklung und -leitbild
  • Produkte und/oder Dienstleistungen
  • nationale und internationale Niederlassungen
  • geschätzter Jahresumsatz, Anzahl der Mitarbeiter

Bewerbungsunterlagen

Bevor Sie zu Ihrem Vorstellungsgespräch gehen, sollten Sie sich Ihre Bewerbungsunterlagen noch einmal anschauen und sich eine kurze prägnante Zusammenfassung Ihres Lebenslaufs zurecht legen. Lücken oder mangelhafte Zeugnisse werden im Gespräch sehr gern angesprochen, um Sie in Bezug auf Ihre Körpersprache zu testen.
 
Fragen zu den Schwerpunkten Ihrer Ausbildung oder zu besonderen Ereignissen, sowohl positive als auch negative, sollten Sie ebenfalls souverän beantworten können.

Unterlagen, die Sie zum Vorstellungsgespräch mitnehmen sollten, sind:

  • die Einladung zum Gespräch
  • die Stellenanzeige
  • die vollständigen Bewerbungsunterlagen
  • die Telefonnummer und den Namen des Ansprechpartners in der Personalabteilung
  • ein Schreibblock und ein Stift
  • die Liste mit den offenen Fragen

Outfit - An den ersten Eindruck denken

Die Wahl Ihres Kleidungsstils bei dem Bewerbungsgespräch entscheidet über den ersten Eindruck, den Sie von sich im Unternehmen hinterlassen. Dementsprechend sollten Sie bei der Vorüberlegung hinsichtlich Kleidung, Schmuck, Parfums und Frisur viel Wert legen. Die Entscheidung über diese Faktoren sollten Sie von dem Unternehmen, der Branche und der Arbeitsstelle abhängig machen, auf die Sie sich beworben haben. Generell gilt, dass Ihr Erscheinungsbild beim Vorstellungstermin Ihrer gewünschten Position, dem Stil der Branche und des Unternehmens entsprechen sollte. Und das bedeutet, dass sich Sie in fast allen Fällen konservativ kleiden sollten. Ausnahmen gibt es hin und wieder bei jungen IT-Unternehmen und Werbe- bzw. Kreativagenturen. Zu konservativ ist also besser als zu leger. Allerdings sollten Sie sich nicht verkleidet fühlen oder neue, ungewohnte Sachen tragen, denn Ihr Unwohlsein merkt man Ihnen sehr schnell an. Fühlen Sie sich wohl in Ihrer Kleidung und seien Sie seriös, zeitgemäß und gepflegt.

Wichtig bei Frauen:

  • Ein konservativer Kleidungsstils, bspw. ein Kostüm in dezenten Farben, bei dem Sie das Zeigen von zuviel Haut vermeiden ist stets von Vorteil.
  • Bei einem Rock sollten Sie darauf achten, dass er auch beim Sitzen eine angemessene Länge hat.
  • Zu hohe Absätze sollten ebenfalls vermieden werden, besonders wenn Sie Absatzschuhe nicht gewohnt sind.
  • MakeUp, Parfüm und Schmuck sollten lediglich dezent aufgelegt werden.
  • Bei der Frisur sollten Sie die klassische, eventuell hochgesteckte Variante wählen.

Wichtig bei Männern:

  • In Führungspositionen und in vielen Branchen, wie Versicherungen, Banken etc. wird ein Anzug mit Krawatte verlangt. Dennoch achten auch diese Unternehmen auf ein seriöses Outfit, wenn die Position häufige Kundenkontakte erfordert.
  • Mit gedeckten Farben für den Anzug und einem hellen, uni-farbenen Hemd sowie einer dezenten Krawatte liegen Sie in jedem Fall richtig.
  • Als Schuhe empfehlen sich farblich passende Halbschuhe. Sportschuhe sind - auch in der modisch-stylischen Variante - tabu.
  • Auch Männer sollten darauf achten, keine zu extravaganten bzw. zu gegelten Frisuren zu tragen und ihren Duft dezent zu halten.

Anreise - Planen Sie zeitlich großzügig

Oberste Priorität beim Vorstellungsgespräch hat Ihr pünktliches Erscheinen. Bei der Planung Ihrer Anreise müssen Sie sich bewusst sein, dass es immer zu Verspätungen kommen kann, unabhängig von dem gewählten Verkehrsmittel. Sie sollten daher entsprechend dem Anreiseweg und Ihren Ortskenntnissen ausreichend Zeitpuffer einplanen.
 
Auch wenn Sie rechtzeitig vor Ort sind, können noch Verzögerungen eintreten: Unterschätzen Sie nicht die Schwierigkeit, in Großstädten einen PKW-Parkplatz zu finden, auf dem Sie auch über Stunden parken dürfen. Die Lösung: Einige Online-Kartendienste zeigen auch Parkhäuser an. Den Wagen dort zu parken ist zwar teuer, aber Sie setzen sich nicht selbst mit einer abgelaufenen Parkuhr unter Zeitdruck.
 
Bei einem sehr frühen Termin sollten Sie auch eine Anreise am Vortag und eine Übernachtung vor Ort in Erwägung ziehen.
 
Sollte es trotz sorgfältiger Planung zur Verspätung kommen, dann müssen Sie Ihren Ansprechpartner in der Personalabteilung in jedem Fall umgehend telefonisch benachrichtigen. Bereiten Sie sich darauf vor, indem Sie seine Rufnummer stets griffbereit notieren.

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